Firmung

Theologische Ausrichtung

Das Firmsakrament, wie wir es heute kennen, ist ganz stark von der Praxis her geprägt. Diese hat sich im Laufe der Geschichte immer wieder verändert. So gibt es auch die verschiedensten Aspekte einer Firmtheologie, die je nach Situation (z.B. Firmalter,…) unterschiedliches Gewicht bekommen.

Im Bistum St. Gallen liegt das Mindestalter für den Empfang des Firmsakramentes bei 18 Jahren. Wir setzen damit einen bewussten Akzent für ein mündiges und erwachsenes Christsein.

Die folgenden pastoraltheologischen Formulierungen beinhalten jene Aspekte, die heute als zentrale Schwerpunkte der Firmung ab 18 gelten:

Mündigkeit / Entscheidung

Ich stehe bei der Firmung als junger Mensch da und sage selbst Ja. Ja zu mir, der/die sich dem Wirken des Geistes öffnet und die Verbindung mit dem Heiligen Geist (die in der Taufe zu Grunde gelegt ist) besiegeln lässt. Ich entscheide mich zu einem mündigen Leben aus dem christlichen Glauben und aus der Kraft des Geistes heraus.

Stärkung

Firmung als Sakrament der Stärkung: Ich bekomme in der Firmung Kraft des Geistes verliehen, die mich in meinem Glauben und Leben stärken und stützen soll, damit ich als getaufter und gefirmter Mensch Verantwortung übernehmen kann.

Gemeinschaft / Kirche

Durch die Firmung werde ich in die Mit–Verantwortung in der Kirche eingebunden für den Sendungsauftrag der Christen/–innen. Der/die Gefirmte wird öffentlich und mit seiner/ihrer Zustimmung hinein genommen in die Gemeinschaft der Kirche. Ich sage Ja zu dieser Gemeinschaft. Umgekehrt sagt die Kirche Ja zu mir als vollwertiges Mitglied.

Verleihung von Gaben / Charismen

Mit der Firmung wird auch ausgedrückt, dass Gott immer von neuem ja sagt zu mir und mich meint. Ich sage bei der Firmung meinen Namen. Dabei kommt zum Ausdruck, dass ich gemeint bin mit meinen Fähigkeiten, Veranlagungen, Begabungen, die mir in die Wiege gelegt worden sind. Zudem beschenkt der Heilige Geist mich mit seinen Gaben (vgl. 7 Gaben des Hl. Geistes).


Für jeden was dabei….

In Wil ist für jeden was dabei.

Wir bieten unterschiedliche Firmwege an, um möglichst vielen Bedürfnissen und Möglichkeiten zu entsprechen. Nicht jeder ist am Abend noch aufnahmefähig, da eignet sich ein Firmweg der vorwiegend an Blocktagen am Wochenende stattfindet, andere wollen es lieber kompakter. Jedes Jahr gibt es mehrere Möglichkeiten sich auf den Weg der Entscheidung zur Firmung zu machen.

Der Firmweg ist ein herausfordernder Weg:

  • Die Firmanden werden viel Tolles, Spannendes, Herausforderndes erleben.
  • Sie werden sich mit persönlichen und vielleicht eher ungewohnten (Glaubens-)Fragen auseinandersetzen
  • Vielleicht müssen sie für den Firmweg etwas anderes einmal zurückstellen
  • Es ist ein gemeinsamer Weg mit andern, auf dem eine gute Portion Offenheit erwartet wird

Im Mai findet dazu jeweils ein Informationsabend statt. Die Firmung selbst findet in der Regel zweimal jährlich statt. Im Febraur, für die Firmwege, die im Herbst stattfinden. Im Juni, für die Firmwege, die im Frühling stattfinden.

Für die Firmgruppen die jeweils zusammen gefirmt werden gelten jeweils gemeinsame Termine. Ansonsten sind die Gruppen autonom unterwegs.

Alle Firmwege werden vom Umfang her in etwa gleich aussehen. Inhaltlich orientieren wir uns an die Vorgaben des Bistum St. Gallen.


Firmung für Erwachsene?

Bitte nehmen Sie mit Marlene Wirth Kontakt auf.

Ansprechperson

Marlene Wirth

Religionspädagogin