Unsere Fastenanlässe in der Pfarrei
Februar
- Samstag, 21. Februar, 17:30 Uhr, Gottesdienst in Wilen, anschliessend Fastenznacht
- Sonntag, 22. Februar, 10:00 Uhr, Kanzeltausch, Evangelische Kreuzkirche Wil
März
- Samstag, 7. März, 17:00 Uhr Gottesdienst fuer Jung und Alt in St. Peter, Wil, Mitwirkung der Singbox, anschliessend Fastenznacht und Begegnung mit dem Seelsorgeteam
- Samstag, 7. März, 18:30 Uhr Gottesdienst Bronschhofen, Fastenaktion: Der Pfarreirat backt Zopf
- Sonntag, 15. März, 11:00 Uhr Ökumenischer Gottesdienst Rickenbach, anschliessend Suppentag im Mehrzwecksaal
- Samstag, 21. März Kleidertauschaktion im Pfarreizentrum
- Freitag, 27. März Ökumenischer Passionsweg durch Wil. 18:00 Uhr Start bei der Kreuzkirche, ca. 20:00 Uhr Abschluss bei St. Peter, anschliessend Suppe
- Samstag, 28. März «Suppe für alle», 12:00–14:00 Uhr, Bahnhofsplatz Wil
Die Fastenzeit ist seit jeher eine Zeit der Besinnung, der Verantwortung und des bewussten Handelns. In diesem Jahr lädt uns die Fastenaktion besonders dazu ein, den Blick auf einen oft übersehenen, aber lebensentscheidenden Ursprung unseres täglichen Brotes zu richten: auf das Saatgut.
Unter dem Leitsatz «Wer Saatgut hat, kann Zukunft säen» macht die Fastenaktion deutlich, wie grundlegend die Vielfalt und Verfügbarkeit von lokalem Saatgut für das Recht auf Nahrung ist. Weltweit leidet rund jede zwölfte Person an Hunger. Eine der zentralen Ursachen liegt im Verlust der Saatgutvielfalt. Wenige grosse Agrarkonzerne kontrollieren den Markt, traditionelle Sorten verschwinden, Monokulturen breiten sich aus. Die Folgen sind bekannt: ausgelaugte Böden, Abhängigkeiten sowie eine einseitige und oft ungesunde Ernährung.
Dabei ist Vielfalt eine bewährte Form der Vorsorge. Unterschiedliche Sorten, angepasst an Boden, Klima und Tradition, machen die Landwirtschaft widerstandsfähig gegen Klimawandel, Krankheiten und Ernteausfälle. Saatgut ist damit weit mehr als ein Produktionsmittel. Es ist Gabe, Verantwortung und Hoffnung zugleich.
Gerade im Globalen Süden leben viele bäuerliche Gemeinschaften ein Saatgutsystem des Empfangens, Bewahrens und Weitergebens. Dieses Teilen ist tief verwurzelt und steht auch im Einklang mit biblischen Erzählungen, etwa der Josefsgeschichte. Josef sorgt vor, sammelt Korn und bewahrt so viele Menschen vor dem Hunger. Die Fragen dieser Geschichte sind bis heute aktuell: Wer trägt Verantwortung für das tägliche Brot? Wie gelingt eine Landwirtschaft, die nährt statt zerstört?
Mit den diesjährigen Fastenopferprojekten in Kenia sowie in Honduras und Guatemala wird genau hier angesetzt. In Kenia lernen Familien und Kinder in Schulgärten, wie agrarökologische Methoden Boden und Wasser schützen und eine vielfältige Ernährung ermöglichen. In Mittelamerika unterstützen die Projekte Bäuerinnen und Bauern dabei, auch unter schwierigen klimatischen Bedingungen ihre Erträge zu sichern und eigenständig Saatgut zu bewahren und weiterzugeben.
Auch wir hier vor Ort können Zeichen der Hoffnung säen: durch bewusstes Einkaufen, durch saisonale und regionale Produkte, durch das Pflegen alter Rezepte und nicht zuletzt durch Solidarität mit Menschen weltweit. Die Fastenzeit bietet Raum, den eigenen Alltag zu hinterfragen und neu auszurichten.
Anregungen zur Kampagne «Hunger frisst Zukunft» bietet der Fastenkalender 2026.
Jeder Beitrag zählt!
Am Sa/So 21./22. März 2026 wird in allen Gottesdiensten das Fastenopfer eingezogen. Sie können die Projekte auch durch Banküberweisung unterstützen. Bitte geben Sie bei der Einzahlung den Projektnamen an.
Herzlichen Dank für Ihre Spende!
E-Banking: IBAN CH16 0900 0000 6001 9191 7
Ich wünsche Ihnen eine anregende und wohltuende Fastenzeit in unserer Pfarrei und freue mich, Sie bei dem einen oder anderen Anlass persönlich zu begegnen.
